Corkscrew Sanctuary

Da das Wetter heute nicht so toll werden sollte beschlossen wir, dem Tip von Utes Nachbarn im Flugzeug zu folgen und das Corkscrew Sanctuary zu besuchen. Also fuhren wir nach dem Frühstück los. Unterwegs regnete es immer wieder. Es wurde im Auto schon ausgelost wer das einzige Regencape der Expedition bekommen sollte (der für die Ausrüstung der Expedition Zuständige wird nach Rückkehr erschossen). Als wir dort ankamen war es aber wieder trocken. Prima Voraussetzungen für unsere Expeditionsteilnehmer.

Wie es sich für eine richtige Expedition gehört gab es keine Karte. Wir mußten unseren Weg selbst finden. Zum Glück kann man sich ja an sogenannten Landmark Trees orientieren. Dies sind sehr alte und hohe Bäume, die besonders auffallen. Der Weg durch den Sumpf war überraschend angenehm. Ach, hier gibt es sogar Holzstege. Verlaufen war also nicht wirklich möglich. Der Weg führte 2,5 Meilen durch eine ursprüngliche Sumpflandschaft. Was wir in Deutschland mühsam züchten wuchs hier einfach wild. Und das wild ist wörtlich zu nehmen. Manche Pflanzen (evtl. Einblätter - Spathiphyllum) waren so groß, daß man nicht erstaunt gewesen wäre, wenn ein Dinosaurier durchgelaufen wäre.

Saurier sahen wir auch. OK, es waren ganz kleine. Vielleicht 15 cm groß. Weiter drinnen im Sumpf wurden die Tiere dann größer. Wir begegneten einem weiblichen Alligator. Danach einem männlichen. Der war ca. 4 Meter lang. Wir trafen einen einheimischen Führer, der unsere Expedition ein Stück begleitete. Er warnte uns auch vor gefährlichen Tieren. So zeigte er uns eine Cottonmouth (Wassermokassinotter), die einzige giftige Wasserschlange in Nordamerika. Sie beschloß, unsere Expedition unbehelligt weiterziehen zu lassen. Etwas weiter entfernt begegnete uns noch ein Mutter-Alligator mit insgesamt 10 Jungtieren. Auch diese ließen uns ziehen. Zwischendurch regnete es immer wieder etwas, so daß wirklich der Eindruck eines Regenwaldes entstand.

Für den gesamten Expeditionsweg benötigten wir ca. 2 Stunden. Danach kehrten wir in die Zivilisation zurück. Der Tip war wirklich gut gewesen. Ein angenehmer Weg auf einem sehr gepflegten Holzweg durch eine wirklich ursprüngliche Natur. So nahe kommt man ihr selten.

Später machten wir uns auf den Weg zum Abendessen. Heute ging es zu TGI Fridays. Hier fühlte man sich wie auf einer Nordpol-Expedition. Das Restaurant ist wirklich eiskalt. Da H-P etwas trinken wollte (!) fuhr heute mal Gaby. Das lebende Navi funktionierte nicht ganz so gut. Besonders der Rückweg wurde durch den eben beschriebenen Umstand leicht erschwert.

Aber wir langten wieder heil zu Haus an. Jetzt lassen wir den Tag am Pool ausklingen.

 
e-Design CMS © by EDV-Beratung Dölle