Was liegt denn da vor der Tür ?

Es war wieder Poolman-Zeit. Pünktlich um 8.00 Uhr stand er am Pool. Wer war nicht da ? Uschi. Sie hat ihn heute völlig verpaßt. Wir erzählten dem Poolman von Schnappi. Der Poolman zeigte sich überrascht, daß Schnappi direkt auf uns zugeschwommen war. Eigentlich würden Alligatoren so angreifen. Na, da hat der kleine wohl versucht, den Mund etwas zu voll zu nehmen.

Ute war heute ans Haus gefesselt. Was mußte sie auch drei Päckchen bestellen ? Aber heute sollte es soweit sein. Die Päckchen waren laut Paketverfolgung schon auf dem Auslieferungsfahrzeug. Gaby und Uschi beschlossen daher, sich heute Edisons Winter Home anzusehen. H-P leistete netterweise Ute Gesellschaft. Gegen 10.00 Uhr fuhren die beiden los. Das Edison Winter Home liegt nicht weit von unserem Haus auf der anderen Seite vom Fluß. Edison verbrachte hier die Winter, da seine Heimat in New Jersey einfach zu kalt war. Später leistete ihm auf dem Nachbargrundstück sein bester Freund Henry Ford Gesellschaft.

Edison war auch ein großer Botaniker. Sein Garten (der eher ein Park ist) ist einfach phantastisch. Allerdings war es nicht ungefährlich, dort herumzulaufen. Häufig standen dort Schilder wie z.B. "Caution. Falling Mangoes". Die Mangos waren ganz schön groß. Die sollte man besser nicht auf den Kopf bekommen. Während wir auf einer Bank saßen plumpste hinter uns eine Sternfrucht mit einem ziemlich Rums zu Boden. Aber nicht nur dort krachte es. Auf der Straße vor den beiden Grundstücken rumste es auch gewaltig. Dort war ein Pick-Up einem anderen Wagen aufgefahren. Und das war anscheinend spannender als der Garten und die Häuser. Jedenfalls klebte alles am Zaun und schaute zu. Den Sirenen nach kam aber auch ein Großaufgebot.

Die Häuser sind noch so eingerichtet wie damals alles war. Sehr luxuriös, auch wenn sie eigentlich nur zeitweise genutzt wurden. Ein wundervoller Platz zum Ausspannen. Da es direkt am Fluß liegt weht auch immer eine kühlende Brise. Die fiel heute allerdings etwas heftiger aus. Das Wetter grummelte zeitweise auch vor sich hin. Aber immer noch angenehm warm. Man kann dort auch die Laboratorien besichtigen. Gegen 14.00 Uhr machten sich Gaby und Uschi auf den Rückweg. Zumindest versuchten sie es. Sie kamen noch nicht einmal bis zum Parkplatz. Dort fing eine Dame Gaby ab und bat sie, Fotos von sich und ihrem Mann zu machen. Dem Mann war das sichtlich peinlich. Aber Gaby hatte kein Problem damit und knipste wie wild. 

Ute und H-P saßen zu Hause am Pool und warteten immer noch auf die Päckchen. Uschi flitzte direkt in den Pool. Gaby machte sich auf der Liege breit. Aber nicht lange. Petrus wollte sie wohl ein wenig abkühlen. Es waren aber nur ein paar Tropfen. Später beschlossen alle, trotz immer noch fehlender Päckchen Essen zu gehen. Unterwegs stellten sie fest, daß die paar Tropfen an anderen Stellen ein mittlerer Wolkenbruch gewesen sein müssen. Die Straßen waren klatschnaß. Und was lag vor der Tür als sie dann wieder nach Hause kamen ? Die vermißten Päckchen. Der Fahrer hatte sich ausgerechnet den einzigen Moment der Abwesenbeit aller ausgesucht, um sie auszuliefern. Zum Glück war hier kein Wolkenbruch niedergegangen.

 
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