Mangroventunnel in den Everglades

Nach einem ausgiebigen Frühstück saßen alle auf der Terrasse, um sich seelisch auf die Airboat-Tour, die für heute geplant war, einzustellen. Da fuhr der Müllwagen vor. Plötzlich sagte Uschi: Der sieht aber gut aus. Die anderen schauten sich verdutzt an. Alle hatten den gleichen Gedanken: ist sie jetzt vom Poolman auf den Müllkutscher umgeschwenkt ? Aber nein, sie meinte den Müllwagen, der so völlig anders aussieht als die bei uns.

Später fuhren wir dann über Naples Richtung Everglades. Ute und H-P hatten schon einen guten Airboat-Tour Anbieter ausgekundschaftet. Wir brauchten auch nicht lange warten. Dann ging es schon los. D.h. wir hatten noch gar nicht abgelegt, da sahen wir unseren ersten Alligtor. Etwa 1,5 Meter lang schwamm er direkt neben dem Boot. Dann bekamen wir alle Micky-Mäuse (Ohrschützer) auf, da der Propeller doch recht laut ist.

Und schon fuhr unser Kapitän mit Schwung in die Sümpfe. Manche "Wasserstraßen" waren so schmal, daß das Airboat so gerade durchpaßte. Wir fuhren durch dichte Tunnel aus Mangroven. Als wir an eine etwas offenere Wasserfläche kamen schwamm auch direkt ein Alligator auf uns zu. Kurz danach kam noch sein großer Bruder. Der war geschätzte 3 Meter lang. Der Kapitän lockte ihn mit Marshmallows. Da stehen die Biester tatsächlich drauf. Mit dem mußten wir aber etwas vorsichtig sein. Der wäre in der Lage gewesen, sich über den Bordrand hoch zu schnellen. Aber die Marshmallows waren interessanter. Der Kapitän schätzte den Alligator auf ca. 60 Jahre. Wir wußten gar nicht, daß die so alt werden können. Aber die können ca. 80 Jahre alt werden. Und da sie in den Everglades unter Naturschutz stehen hatte dieses Exemplar gute Aussichten, auch so alt zu werden.

An anderen Stellen hüpften große Heuschrecken (ca. 7 cm) und flogen diverse Wasservögel umher. Der Kapitän hatte das Airboat wirklich gut im Griff. Auf einer großen offenen Wasserfläche ließ er das Boot einen Kreis schleudern. Wir wurden dabei zwar ein wenig feucht, aber das war egal. Die Airboats sind auch richtig schnell. Wir schätzen die mal auf ca. 50-60 km/h. Der Fahrtwind war auch dringend nötig. Sobald wir ruhig standen brannte die Sonne ganz schön. H-P fing sich prompt einen mächtigen Sonnenbrand ein.

Danach fuhren wir nach Naples zurück und machten ein bißchen Sightseeing. Hier wohnen mittlerweile die ganz Reichen. Dort gibt es Villen, das kann man sich kaum vorstellen. Wir fuhren auch wieder bei Steven Spielberg vorbei. Aber wie immer war er nicht zu Hause. Danach platschten wir am Strand ein bißchen durch das badewannenwarme Wasser. Jedenfalls so lange bis der Segen auch von oben kam. Das passierte heute immer mal wieder zwischendurch. Die Bootstour nach uns dürfte auch ganz schön naß geworden sein. Wir hatten da noch Glück mit dem Wetter.

Nach diesen ganzen Anstrengungen mußten wir uns wieder ein paar Kalorien zuführen. Es ging zur Cheesecake Factory. Dort kann man zwar auch normal essen, aber die Spezialität ist eben Käsekuchen. Und das in ungelogen 38 Sorten. Gar nicht so einfach sich zu entscheiden. Aber lecker sind sie alle. Wir konnten auch völlig beruhigt unseren Kuchen genießen. Am Nachbartisch saß Superman. OK, er war gerade mal 3-4 Jahre alt.

Auf dem Rückweg gerieten wir wieder in einen ordentlichen Regenguß. Das muß man sich so vorstellen, daß man eine Brause aufdreht und genauso plötzlich wieder abdreht. Aber wir hatten immer Glück und waren nur unter freiem Himmel, wenn es gerade nicht regnete.

Abends hatten alle logischerweise keinen großen Hunger. Daher gab es nur eine Kleinigkeit in  Form von Chili-Nudeln und Spaghetti Bolognese.

 
e-Design CMS © by EDV-Beratung Dölle