Teil der Speisekarte vom "Vine and Roses"

Also Gaby muß mit Uschi mal ernsthaft reden. Jedesmal wenn Uschi ins Wasser geht regnet es einige Zeit später. Heute ist mal mehr bedeckt. Aber das heißt ja nicht, daß man einen Urlaubstag verlieren. Man kann sich trotzdem herrlich erholen. Direkt vor der Tür bekommt man sogar noch eine Extravorstellung. Die Fische hüpfen heute wie verrückt. Vielleicht ist hier ein Wettbewerb. FSDBSIK. "Florida sucht den besten Springer im Kanal". Gaby überlegte schon ernsthaft, sich mit einer Pfanne ans Dock zu stellen. Hätte heute gut klappen können. Die Viecher sind nämlich eßbar. Und groß genug sind sie auch. Einige Exemplare bringen es hier auf gute 40 cm.

Mit Uschi stimmte heute sowieso etwas nicht. Sie zuckte noch nicht einmal mit der Wimper als H-P ihr erklärte, daß wir mit einem ziemlich kleinen Flieger nach Atlanta zurückfliegen. Seltsam. Und es kam noch eigenartiger. Sie schlug Gaby völlig ernst vor, zurück in Almere mal einen Rundflug über die Stadt zu machen. Dieser lange Flug nach USA hat sie von ihrer Flugangst wohl kuriert. Sie hat jetzt gesehen, daß es gar nicht so schlimm ist.

Zwischendurch grummelte es sogar mal. Uschi freute sich, daß sie endlich mal ein richtiges Gewitter erleben würde. Da spielte aber das Wetter nicht mit und klarte ganz frech wieder deutlich auf. Warm ist es hier ja sowieso. Ob mit oder ohne Sonne. Nur den Pool könnte die liebe Sonne mal wieder etwas aufheizen. Der wird langsam etwas frisch. Uschi nutzt das ausgiebig aus. Der Badeanzug muß eigentlich schon dünner geworden sein von der Reibung im Wasser. 

In der Umgebung lebt auch ein intelligenter Vogel. Der kann Geräusche nachmachen. Warum er sich aber ausgerechnet das Quietschen beim Herablassen eines Bootes ausgesucht hat weiß keiner. Uschi schlug vor, den Vogel zu ölen. H-P´s Ideen, wie man dies bewerkstelligen könnte, sind nicht druckreif. Und so qietscht der Vogel wohl noch ein bißchen weiter.

Ute ließ den Rest der Reisegesellschaft heute einfach allein. Eine Einkaufstour war mal wieder angesagt. Die anderen saßen irgendwann mit knurrendem Magen da und immer noch keine Ute in Sicht. Die Suchplakate waren schon fast zur Druckerei gegeben da tauchte sie endlich wieder auf. Schön, dann mal ab zum Essen fassen. Heute stand das "Vine and Roses" auf dem Plan. Ein sehr guter Italiener, der eine hauchdünne knusprige Pizza hinkriegt. Und wie immer war es viel zu viel. Drei Teilnehmer sitzen nun vollgefressen am Pool. Nur Ute hat sich ein Doggiebag mitgeben lassen.

Auf dem Rückweg nach Hause sind wir auch endlich die Postkarten losgeworden. Gaby hat nämlich rausgekriegt wo die Post ist. Und danach war auch klar, warum es in Cape Coral so wenige Briefkästen gibt. Die stehen sinnigerweise alle vor der Post. Ganze drei Stück standen dort. "Verteilt" kann man das nicht gerade nennen.

Ute entwickelt auch langsam ein Mückenphobie. Eben erschlug sie eine Mücke auf ihrem Arm und wunderte sich, daß die keinen Fluchtversuch gemacht hatte. Na ja, das fiel dem armen Muttermal auch etwas schwer.

 
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