Heute morgen haben wir endlich den Poolman gesehen Wir dachten schon, daß es ein Phantom wäre. Jetzt wissen wir auch warum so viel Wasser aus dem Pool verschwindet. Nicht durch Verdunstung wie wir dachten. In einer Woche kann der Wasserspiegel dadurch 2,5 - 5 cm sinken, wenn es nicht regnet. Aber unserer sank viel schneller. Der Pool hat ein Leck und verliert dadurch Wasser. H-P mußte reichlich Wasser aus dem Schlauch hineinlaufen lassen. Natürlich kaltes Wasser. Mensch, das Wasser war grade so schön warm. Zu unserem Erstaunen ging H-P trotzdem wieder ins Wasser. Natürlich erst nachmittags, als es wieder etwas angewärmt war.

Die Damen haben sich da mit ganz anderem Wasser vergnügt. Sie fuhren nämlich an den Strand nach Sanibel. H-P hatte keine Lust. Uschi und Ute waren so schlau, sich Gummilatschen mitzunehmen. Gaby mußte über den heißen Sand und die vielen Muscheln hüpfen. Aber das Wasser war herrlich. Wir sind ein ganzes Stück am Strand entlang gelaufen. Uns an den Strand legen wollten wir gar nicht. Es gab so ja viel mehr zu sehen. Auch den Leuchtturm, den Uschi verzweifelt suchte. Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, daß es ein Eisengestell war.

Knietief im Wasser sahen wir plötzlich eine Frau mit einer Art Goldfischglas. Wollte sie sich etwa einen neuen fangen ? Oder hatte sie ihren zum Baden mitgebracht ? Es blieb uns verborgen. Die Dame zog mit einem leeren Glas wieder ab. Andere brauchten für das Abendessen kein Fleisch zu kaufen. Sie waren durchgegrillt. Die müssen heute abend wahnsinnige Schmerzen haben. Wirklich krebsrot. Dann wollte Uschi einmal die sanitären Anlagen aufsuchen. Das ist sehr angenehm, daß es die dort gibt. Aber sie kam und kam nicht wieder. Machte sie heimlich eine Inselrundfahrt ? Plötzlich kam sie aus einer völlig anderen Richtung zurück. In ihre Kabine hatte sich der Hund der Nachbarkabine eingeschlichen. Das hat sie wohl so verwirrt, daß sie einen anderen Ausgang genommen hatte. Gaby hatte mit der Viecherei mehr Glück. Ihr lief am Eingang nur ein großer Tausendfüßler über den Weg. Nach einer guten Stunde hatten die drei aber die Nase voll und wollten auch keinen Sonnenbrand riskieren.

Danach war wieder eine Runde Ruhe am und im Pool angesagt.  Hier bekamen wir diesmal Naturkundeunterricht. Wie schon berichtet leben hier mehrere Anolis (kleine Echsen). Zwei davon, tja wie sagt man es am nettestens.... kamen sich heute sehr nahe. Nett ist er aber nicht. Er beißt dem armen Weibchen in den Nacken, damit sie nicht flüchtet. Und bei den Verrenkungen der beiden bekam man schon vom Zuschauen Rückenschmerzen.

Später fuhren H-P und Ute noch einkaufen. Ute brauchte eine Tasche, die sie als Bordgepäck mitnehmen kann. Sie hatte leider mehr eingekauft als ihr Koffer verkraften konnte. Als Bianca-Gedächtnis-Stück hat sie die Tasche extra bei TJ Max gekauft. Ute hat es heute sowie schwer gehabt. H-P drangsalierte uns schon den ganzen Urlaub mit einer Katy Perry CD. Irgendwann kann man die einfach nicht mehr hören. Gaby ist einmal sogar bei "Roar" auf einem Parkplatz, auf dem wir gerade standen, ausgestiegen und hat draußen das Ende abgewartet. Jetzt hat sich H-P allen Ernstes noch eine CD von Katy Perry gekauft. Die mußte Ute sich auf der ganzen Fahrt anhören. Sie hat es klaglos durchgestanden.

Während die beiden unterwegs waren ging Gaby sich mal den Sand und was noch so übrig was unter der Dusche abwaschen. Als sie wieder aus dem Zimmer kam war es ziemlich dunkel geworden. Ein Unwetter zog auf. Gaby und Uschi retteten rasch noch alles was am Pool herumlag. Dann fing es auch schon an zu tröpfeln. Ein heftiger Wind kam auf und beutelte die Palmen. Dann fing es richtig an zu Schütten. Blitz und Donner gesellten sich auch noch dazu. Kurz: die Welt ging unter. Aber nach einer Stunde war das ganze Spektakel wieder vorbei und die Sonne lugte wieder heraus. Nur einem gefiel das gar nicht. Ein Frosch quakte lautstark seinen Protest gegen die Sonne heraus.

Jetzt sitzen wir wieder am Pool und schauen den verrückten springenden Fischen zu.

Oh, einen armen Kerl hat das Unwetter wohl übel erwischt. Ein Towboat (Abschlepp-Boot) kam mit ihm im Schlepptau den Kanal herunter. Nach einiger Zeit kam es allein wieder zurück. Das kann für den armen Besitzer teuer werden.

 
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