Heute haben wir uns mit der Fauna Floridas beschäftigt. Wir haben uns zum Ding Darling National Park aufgemacht. Da wir noch auf unseren Bootsführer warten mußten haben wir uns die Zwischenzeit mit der Beobachtung der einheimischen Bevölkerung vertrieben. Diese versuchten, den Park mit Kajaks zu erkunden. Das Ein- und Aussteigen war wirklich sehenswert. Einer kam genau 3 Meter weit. Dann kippte er mitsamt dem Kajak um. Triefnass bestieg er am Ufer ein anderes Kajak. Diesmal gelang die Abfahrt.

Unser Bootsführer brachte uns zu kleinen Mangroveninseln voller Vögel. Diese können hier in aller Ruhe brüten, da Raubtiere (außer Vögel) nicht auf die Inseln gelangen können. Sogar Delphine und Manatees konnten wir beobachten. Am meisten hat uns aber ein sogenannter Schlangenhalsvogel beeindruckt. Beim Jagen spießte er mit seinem Schnabel einen Fisch auf. Um ihn fressen zu können muß er natürlich wieder von der Schnabelspitze. Der Vogel versuchte immer wieder, den Fisch in den Mangroven abzustreifen. Nach etlichen Versuchen gelang ihm das endlich.

Wieder mit dem Boot zurück erkundeten wir den Rest des Parks mit dem Auto. Man kann dort an jeder beliebigen Stelle stehenbleiben und aussteigen. Auch hier beeindruckte uns ein Vogel. Er hatte eine Krabbe gefangen und wollte sie verspeisen. Doch die dachte gar nicht daran, sich verspeisen zu lassen. Erst hielt sie ihm mit den Scheren den Schnabel zu. Als der Vogel die Krabbe abgestreift und anders gepackt hatte klammerte sie sich mit der Scheren am Schnabenoberteil fest. Sie war ziemlich hartnäckig. Aber irgendwann hatte er es dann doch geschafft und verspeiste das widerspenstige Krabbeltier.

Auf dem Heimweg hielten wir bei Ford´s Garage zum Essen an. Dort ist alles wie in einer Werkstatt aufgemacht. Von der Decke hängen mehrere Ford Autos. Immer wenn es ein gutes Trinkgeld an der Bar gab quoll Rauch aus dem Auspuff und die alte rostige Hupe dröhnte. Die Waschbecken in den Toiletten waren absolut sehenswert. Zwei Reifen mit jeweils einem Tankrüssel. Das Essen war auch sehr gut. Zu Uschis Entsetzen nahm ihr auf einmal die Kellnerin ihr halbleeres Getränk weg. "Free refills" kennt man in Holland anscheinend nicht.

Jetzt haben wir den ganzen Tag soviel Wasser nur gesehen. Ein guter Grund, noch mal in den Pool zu hüpfen. Danach könnte man sich ja noch von innen in Form eines Weines oder Sektes befeuchten.

 
e-Design CMS © by EDV-Beratung Dölle