Gestern abend stritten sich hier irgendwo in der Nachbarschaft zwei Hunde. Dem Gebell nach einer Größe Schäferhund und einer Größe Handtascheninhalt. Die Handtasche hätten wir für dieses Gekläffer am liebsten vom Blitz getroffen gesehen. Das wäre gestern abend gut möglich gewesen. Es rumpelte mal wieder kräftig. Aber abends ist uns das völlig egal. Als der große Hund keine Lust mehr hatte, suchte sich die Handtasche einen neuen Kumpel und stritt sich mit irgendwelchen Vögeln. Oh Mann.

Heute morgen war wie immer der Himmel wolkenlos und blau. Gaby trabte frühmorgens mal wieder los. Evtl. hat sie die Streithähne von gestern abend gesehen. Ein paar Grundstücke weiter spielten eine große Dogge und irgendwas kleineres miteinander. Aber der kleinere war für das schrille Gekläffe eigentlich nicht klein genug.

Irgendwie hatten wir alle heute keine Lust, etwas zu tun. Daher legten wir einen Tag am Pool ein. Unsere Ruhe wurde auch nur selten gestört. Erst kam der Poolman. Später am Tag scheuchte uns etwas Regen aus dem Pool. Aber der war schnell wieder vorbei.

Dann wurde es spannend. Schräg gegenüber wurde ein Boot zu Wasser gelassen. Das ging völlig lautlos. Kein Vergleich zu der Horde Wildschweine letzte Woche. Aber dann versuchten die Nachbarn, den Motor anzulassen. Die Versuche gaben uns schon eine Vorstellung, was kommmen würde. Das Boot wollte nicht wirklich. Nach bestimmt fünf Versuchen gelang es dann endlich. Du meine Güte. Wieviel PS hatte das Ding nur ? Es röhrte und blubberte wesentlich lauter als eine Harley Davidson. Zum Glück darf in den Kanäle nur sehr langsam gefahren werden. Wir wollten nicht wissen, wie laut der bei zügiger Geschwindigkeit ist. Als sie zurückkamen konnten wir das Boot schon lange vor dem Sichbarwerden hören.

Später gingen Gaby, Uschi und H-P noch einmal in den Pool. H-P schwang sich auf die Luftmatratze. Er fand es ziemlich störend, den Pool mit Schwimmern zu teilen. Also ging er mitsamt Luftmatratze in den Whirlpool. Der war damit praktisch voll. Obwohl: Uschi fand noch Platz darin. Aber rein in den Whirlpool ist schon schwierig, weil die Stufen so hoch sind. Raus ist eine ganz besondere Herausforderung. Uschi meisterte diese bestens. Bis auf den Punkt, als sie auf dem Rand saß und aufstehen wollte. Mit vereinten Kräften von Gaby und Ute sollte das Kunststück gemeistert werden. Da sie aber naß und damit glitschig wie ein Aal war, saß sie plötzlich auf dem Fußboden. Als sich das allgemeine Gelächter gelegt hatte, erhob sie sich wieder würdevoll.

Nach dem Abendessen (Steak mit Brot und Salat) gingen Gaby und Uschi noch eine Runde raus. Hier wurde anscheinend gerade eine Neufassung von Hitchcocks "Die Vögel" gedreht. Überall schwarze Vögel, die einen ziemlichen Lärm machten. Und eine lästige Fliege (oder ähnliches), die Gaby heiß und innig liebte. So ein blödes Vieh.

 
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