Das Wetter hier ist faszinierend. Egal wie es am Vorabend war: morgens ist hier strahlender Sonnenschein ohne ein Wölkchen am Himmel. Es war heute morgen so schön, daß Gaby beschloß, noch vor dem Frühstück walken zu gehen. Auf dem Rückweg begegnete sie wieder unserem Squirrel. Es hatte wohl Angst, von einem Auto beim Kreuzen der Straße erfaßt zu werden. Es benutzte lieber den sicheren Weg über die Stromleitung.

Als Gaby wieder zurückkam waren die beiden anderen immer noch nicht aufgetaucht. Also klapperten Gaby und H-P erstmal laut mit dem Geschirr beim Tisch decken. Immer noch nichts. Erst nach kräftigem Klopfen an die Zimmertüren kam eine Reaktion.

Gegen Mittag kamen unsere Freunde vorbei. Ziemlich bepackt mit Lebensmitteln und anderen Utensilien. Sie wollten uns bekochen. Das hatten sie schon letztes Jahr vor, scheiterten aber leider. Und da unser Haus größer ist als ihr eigenes haben sie angefragt, ob sie hier kochen könnten. Außerdem haben wir einen Pool. Als erstes bekamen wir mittags Hamburger. Pures reines Fleisch ohne Sägemehl. Sehr lecker.

Danach ruhten wir uns erst einmal aus. Plauderten ein bißchen, was aufgrund der unterschiedlichen Sprachen nicht ganz so einfach ist. Drei von uns sprechen deutsch und englisch. Einer von uns spricht deutsch und holländisch. Einer von uns spricht deutsch, englisch und holländisch. Einer von uns spricht englisch und italienisch. Ein ganz schönes Durcheinander. Und die Übersetzungen waren auch nicht immer das, was man meinte gesagt zu haben. Plantschen im Wasser ist zum Glück sprachenunabhängig. 

Zwischendurch braute sich hinter uns ein Gewitter zusammen. Aber eben erst hinter uns. Einmal schepperte es so gewaltig, daß die Fensterscheiben wackelten. Und natürlich wieder mal der Strom ausfiel. Passiert hier halt öfter. Aber noch vor dem Abendessen schien wieder die Sonne und wir hatten einen wunderschönen Sonnenuntergang. Die Sonne geht hier recht früh und ziemlich schnell unter. Um 20.00 Uhr ist es hier schon zappenduster.

Naturbeobachtungen fanden selbstverständlich auch statt. Ein Schlangenhalsvogel hatte sich auf einen Fisch gestürzt. Typisch für diese Vogelart ist, den Fisch mit dem Schnabel aufzuspießen. Nur wie wird man den wieder los ? Normalerweise benutzen die Vögel dafür einen Ast. Hier am Kanal gibt es aber keine. Also kämpfte der Vogel ganz schön, um den Fisch wieder vom Schnabel zu kriegen. Erst über Wasser, dann unter Wasser. Zum Schluß benutzte er eins der Docks.

Abends fuhr die Frau unseres Freundes das große Geschütz auf. Sie wollte uns unbedingt ein Thanksgiving Essen kochen. So was kannten wir ja auch noch nicht, So richtig mit Truthahn und allem, was dabei gehört. Eine unglaubliche Arbeit. Das Ergebnis war fantastisch. Es gab: gebratenen Truthahn mit Cranberries, Stampfkartoffeln, Süßkartoffeln, grüne Bohnen, eine Füllung (die aber extra zubereitet wurde) und natürlich Gravy (Sauce zum Truthahn). Als Nachtisch gab es Pfirsich-Pie mit Eis. Wir fühlten uns danach so gestopft wie ein Truthahn.

Jetzt lassen wir den Abend ausklingen.

 
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