So langsam merkt man, daß sich die Mitglieder der Reisegesellschaft an die Zeit gewöhnen. Es wird morgens immer später. Besonders Uschi muß immer extra aus dem Bett getrommelt werden. Heute morgen erklärte sie, daß sie keine Lust habe, aufzustehen. Sie hätte beinahe das Frühstück verpaßt. Dank der regelmäßigen Inbetriebnahme der Wasserspritzmaschine standen heute auch wieder große Kaffeetassen zur Verfügung ? Wieso Wasserspritzmaschine ? Na ja, das ist das einzige, was sie kann. Sauber ist anders. Amerikanische Spülmaschinen haben nur unten einen Reinigungsarm. Und der ist auch nicht besonders.

Recht früh waren auch wieder die Arbeiter am Dock da. Sie kamen mit einem Schiff. Heute stand wohl Pfähle einrammen auf dem Plan. Die Amerikaner haben hierzu eine lustige Methode. Sie werfen die großen Baumstämme ins Wasser und und hoffen, daß sie stecken bleiben. So wirkte es zumindest. Warum zwei Pfähle auf dem Wasser schwammen, konnte nicht festgestellt werden. Sicher ist nur, daß einer der Arbeiter in den Kanal springen und die Pfähle wieder einsammeln mußte. Da es offensichtlich ein Salzwasserkanal ist (siehe Delphine) gibt es hier wohl keine Alligatoren. 

Eingerammt werden die Pfähle mit einer Art Hülse, die oben auf dem Pfahl steckt. Sie wird mit einem Kran hochgezogen und wieder fallen gelassen. Dabei rammt die Hülse den Pfahl ein (winziges) Stück tiefer. Eine ziemlich wackelige Angelegenheit, da der Kran auf einem Schiff steht. Da sind die Holländer schon effektiver. Allerdings bebt bei denen auch die Erde im Umkreis von einem Kilometer.

Abends war dann ein Ölwechsel fällig. Zumindest ging es zu Ford´s Garage. Einem Restaurant, das als Werkstatt aufgebaut ist. Mit Schlauchschellen als Serviettenhalter. Die Toiletten heißen Liquid Disposal Area, die Küche Assembly Line. Aber dort kann man sehr gut essen. Die Dekoration des Restaurants ist wirklich sehenswert. Da H-P sich alkoholisch exzessiert hatte (er trank Pina Colada) mußte Gaby nach Hause fahren. Damit H-P in seinem alkoholumwaberten Hirn keinen Unsinn anstellte lief Ute mal lieber mit zu Fuß zurück. Die beiden waren auch schnell zurück, um dem drohenden Unwetter zuvorzukommen. Nun wird der Abend dann ruhig ausklingen.


 
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