Eigentlich eine Frechheit. Da geben sich die Hoheiten die Ehre und dann ? Wird nach der Abreise die himmlische Ruhe beschrieben. Aber die Rückreise ist wie immer ein Abenteuer für sich.

Gaby und Uschi flogen ja schon Mittwoch. Alles war pünktlich. Nur Gaby legte sich fast mit einem vom Bodenpersonal an. Der war für die Passagiere in den Rollstühlen zuständig und brachte eine Dame in die Reihe vor den beiden. Gaby verstaute gerade das Handgepäck, das wirklich handlich war. Daraufhin wurde sie darauf hingewiesen, daß sie ihre Laptoptasche nicht in die Gepäckfächer verstauen dürfte. Diese seien für die großen Gepäckstücke mit Rollen vorgesehen. Unglaublich. Da macht man sich die Mühe, das Handgepäck klein zuhalten. Und dann soll man Platz für die Verrückten mit den Überseekoffern machen ? Gaby ignorierte es mal einfach und siehe da: kein Problem.

In Detroit stand schon der Rollstuhlservice bereit. Auch hier war der Flieger pünktlich. Im Amsterdam wurden die beiden bis zur Passkontrolle gebracht. Du lieber Himmel. Die Schlange war ellenlang. Aber Uschi konnte mit ihrem Stock ja nicht so gut laufen. Nach Rücksprache mit einem Mitarbeiter durften die beiden daher an allen vorbei und kamen direkt dran *grins*. Kaum am Kofferband kamen die Koffer auch schon vorbei. Sie waren unter den ersten 15 Gepäckstücken. Auch der Zug kam nach einer Viertelstunde. Eine Freundin von Uschi holte die beiden am Bahnhof ab. Alles lief perfekt.

Und war mit Ute und H-P ? Die beiden hatten ja schon einen etwas unglücklichen Flug buchen müssen. Dadurch hatten sie ca. 6 Stunden Aufenthalt in Atlanta. Aber auch das übersteht man. Dann ging es endlich los. Leider nur bis zur Startbahn. Da brach der Pilot den Start ab. Eine der beiden Klimaanlagen war defekt (das kennen wir doch schon). Da diese auch für den Druckausgleich zuständig ist durfte der Flieger so nicht weiter. Drei Stunden versuchten die Techniker, den Fehler zu beheben. Aber vergebens. Zum Glück kam auf dem Nachbar-Flugsteig das gleiche Modell des Flugzeugs an. Dieses soll eigentlich ganz woanders hin weiterfliegen, wurde aber kurzfristig für den Flug nach Düsseldorf beschlagnahmt. Nach insgesamt weiteren 4 Stunden Wartezeit ging es dann weiter.

Leider funktionierte die Sitzverteilung hier aber nicht. Ute hatte Glück und konnte als Medaillon-Member wieder einen Platz in der Economy Comfort bekommen. H-P hatte dieses Glück nicht. Er mußte in die Economy Klasse. Und geriet dort neben eine Dame, die aufgrund ihres Umfangs ein Drittel seines Sitzes mit beanspruchte. Zum Glück konnte er den Platz noch tauschen. Dort geriet er in die erste Reihe hinter einer Wand. Dort gibt es nur die Mini-Tische zum Ausklappen. Leider waren die so mini, daß H-P nicht zwischen Sitz und Tisch paßte und daher auf sein Essen verzichten mußte. Ihm war das Balancieren auf dem Schoß zu riskant. Zu allem Überfluss saß hinter ihm auch noch ein Stammesangehöriger der Schweißfußindianer. Aber auch dieser Flug ging vorbei und so landeten die beiden mittags. Da Gaby morgens von Almere aus mit dem Auto gestartet war, war sie ungeplant noch gut eine Stunde vor H-P zu Hause. Als Ute ihren Koffer wiederbekam war sie leicht entsetzt. Der wurde wohl wieder als Bremse rausgeworfen. Eine Rolle ist völlig hin. Auch zwei darin enthaltene Cocadosen sehen nicht mehr so aus wie gewöhnlich. Sie sind arg verbeult, aber immerhin nicht ausgelaufen.

Aber alle waren wieder gut zu Hause. Gaby hatte vor der Abreise auch sicherheitshalber das Wasser für die Waschmaschine abgedreht. Das hatte sie leider nur zu gut getan. Das Wasser ließ nicht sich überreden, wieder zu laufen. So mußte sie bei ihrer Tante waschen. Aber auch das ging. Das werden wir jetzt auch noch reparieren.

Das war jetzt nun der endgültig letzte Bericht zu diesem Abenteuerurlaub. Wir hoffen, es hat allen Lesern Spaß gemacht.
 
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