Kurz bevor die Reisegesellschaft eine Vermisstenanzeige aufgeben wollte, tauchte Ute dann doch noch wieder auf. Sie hatte schon für heute eingekauft. Die Freunde aus Cape Coral wollen heute kommen. Und Ute möchte ein deutsches Essen kochen.

Gaby fehlte wohl das Laufen. Das holte sie dann heute morgen nach. Kaum daß sie aus der Haustür war begegnete sie der Nachbarin, die die Zeitung hereinholte. Ein erhebender Anblick: die Dame tat dies in einem Frottee-Bademantel. Ein Stück weiter lief Chip aus der Garage. Aber heute morgen hatte er wohl keine Lust zu laufen. Er verschwand wieder im Innern der Garage. Dann bog Gaby mal in die andere Richtung ein. Das war zu dieser Uhrzeit wohl ein Fehler. Es war der reinste Slalomparkour. Überall liefen die Rasensprenger. Sie mußte ständig ausweichen, um nicht vor der Zeit naß zu werden. Hier wurde auch der Mittelstreifen gärtnerisch bearbeitet. Ein Arbeiter war wirklich der Gipfel der Faulheit. Er fuhr auf dem Rasenmäher mit dem Blaseteil, um das Gras schön auf der Fahrbahn zu verteilen.

In der Seitenstraße war auch ein Handwerker mit einer ziemlich lauten Kreissäge zu Gange. Gut, daß das Haus nicht in der Straße auf der anderen Seite vom Kanal liegt. Dort wäre man von der einen Seite von den Dockarbeitern und von der anderen Seite mit der Kreissäge beschallt worden. Auch in dieser Seitenstraße fand Gaby ein Eulennest. Es lag auf einem unbebauten Grundstück. Das Gras an der Stelle war schon so hoch wie die Pfähle. Die Eulen brüteten hier wohl schon länger. Es war aber nur eine zu sehen.

Gegen Mittag wollten Gaby und Uschi shoppen fahren. Tja, es war etwas schwierig ohne Auto. Ute hatte sich das stiekum geschnappt und war selbst shoppen. Ok, dann ist erst noch eine Runde schwimmen angesagt. Später fuhren sie dann doch noch. Und diesmal war Gaby sehr erfolgreich. Es gab eine neue Jeans, eine 3/4 Hose und ein nettes Oberteil. Auf das Oberteil gab es 80% Rabatt ! 

In der Kassenschlange rutschte irgendwie eine Amerikanerin zwischen Gaby und Uschi. Uschi wollte aber nicht vorgelassen werden, sondern gab Gaby ihre Hose, damit sie die mitbezahlte. Gaby erklärte der Amerikanerin, daß sie alles auf eine Rechnung nehme. Der Kunde hinter Uschi hob sofort seine Kleidung hoch. Aber sie wollte die irgendwie nicht mitbezahlen. Auf ihre Rückfrage, wie oft dieser Trick schon funktioniert habe, lachte sich die Frau des Kunden halb tot.

Wieder zurück am Pool hörte die Damen plötzlich ein seltsames Geräusch am Dock. Eine große Kokosnuß war von der Palme gefallen. Die wird später noch seziert werden. Mal schauen, was das so alles drin ist. Nachmittags kamen unsere Freunde vorbei. Ute kochte für sie ein bißchen Deutschland. Jetzt nicht so ganz, aber fast. Es gab nämlich Szegediner Gulasch. Eine Schwierigkeit gab es im Rezept. Es waren absolut keine Wacholderbeeren zu bekommen. Laut Internet sollte es auch ein kleiner Schluck Gin tun. Das tat er auch *hick*. Es war sehr lecker. 

Als Ausgleich brachte Joy Apfelbier mit. Gaby probierte es ganz mutig. Es schmeckt sehr gut, nur ganz wenig nach Bier. Nachdem Joy sich über Michaels Gulaschkochkünste lustig gemacht hatte (ist wohl nicht so ganz der Hit) versprach H-P, daß Gaby nächstes Jahr ihren Gulasch mit grünen Bohnen, Mandarinen und Peperoni machen würde. Er hat ja auch keine Arbeit damit .....

Jetzt lassen alle den Abend ausklingen. Hoffentlich wie gestern wieder ohne Kakerlake.
 
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