Warum wurde gestern eigentlich der Pool aufgefüllt ? Das Gewitter gestern abend hätte den Job auch erledigt. Das war ganz schön heftig. Teilweise bebte das Haus, so heftig war der Donner. Heute morgen war der Spuk wieder vorbei. Allerdings war der Himmel alles andere als blau. Aber am Horizont klarte es schon wieder auf.

Dafür müffelte der Kanal ein wenig. Kein Wunder. Im Kanal tobten sich ein paar Delphine aus. Die hatten ihren Spaß. Teilweise sprangen sie in die Luft und ließen sich rückwärts wieder ins Wasser fallen. Mindestens drei wurden gesichtet. Nach einer Weile wurde ihnen langweilig und sie verschwanden wieder in Richtung Fluß. Der führt kurze Zeit später ins Meer.

Auch die Müllabfuhr hat sich heute schon ausgetobt. Mit ziemlichem Getöse leerten sie in aller Herrgottsfrühe die Tonnen. Ein Nachbar dürfte sich besonders gefreut haben. Er hatte in seiner Tonne Styroporflocken. Und die hatten sich davon gemacht. Sie lagen über die ganze Fahrbahn verteilt. Leider kann man die nicht einfach zusammenkehren, da sie dabei in alle Richtungen davonhüpfen. Der Nachbar durfte sie alle einzeln wieder einsammeln. Gaby holte nach ihrer Runde die Tonnen wieder in die Garage. Nur ging dieses verflixte Tor nicht wieder zu. Vermutlich war durch den heftigen Regen Dreck an die Lichtschrankenelemente gespritzt. Nachdem sie gesäubert waren ging wieder alles.

Da das Tor wieder ging schnappte Gaby sich das Auto. Sie und Uschi nutzten die Zeit für einen Einkaufstrip. Ein paar Sachen ergatterten sie auch. Einkaufen mußten sie auch noch. Der Rest hatte keine Lust, sich vom Pool weg zu bewegen. Abends mußten ja eh alle wieder los. Uschi wollte unbedingt noch einmal Boot fahren. Und so wurde kurzfristig die Sunset Tour gebucht. Das Boot war gut ausgebucht und überwiegend Deutsche an Bord. Der Captain war wie auch letztes Jahr J.R. Schon merkwürdig, in den Sonnenuntergang zu fahren. 

Unterwegs begegneten uns merkwürdige schwimmende Objekte. Als erstes ein Haus mit lauter Schaufensterpuppen. Es wurde für eine Fernsehserie mit Hulk Hogan gebaut (Thunder in Paradise). Heute ist es ein Art Büdchen auf dem Wasser. Man bekommt Getränke, Köder etc. und das 24 Stunden am Tag. Ein armer Mensch hat 4 Tage ununterbrochen Dienst darin, dann kommt der nächste. Als nächstes begegnete uns ein Abschlepper. Danach auch noch ein Boot mit einem Kran. Keine Ahnung, wozu der war. 

Delphine ließen sich zum Glück auch einige blicken. Und das war genau Zweck der Tour gewesen. Einige waren gerade im flachen Wasser auf der Jagd. Das Wasser war dort so flach, daß sie ihre Finne nicht unter Wasser bekamen. Später kamen wir an einer Vogelinsel vorbei. Junge, Junge, da war was los. Ein Riesengeschrei und sehr viele verschiedene Vogelarten. Die Insel ist bei Vögeln sehr beliebt, weil es dort keine Freßfeinde gibt. Wie sollen die auch dahin kommen ?

Auf der Rückfahrt gab es noch einen tollen Sonnenuntergang. Aber dann lag vor dem Schiff eine große dunkle Wolke. Plötzlich zuckte ein ziemlich großer Blitz durch die Wolke. Zum Glück fuhr das Schiff dann in eine andere Richtung. Es war schon imposant, im Dunkeln in den Hafen zurückzukehren. Die Tour hat sich definitiv gelohnt.

Und so endete der Tag wie er begonnen hatte: mit Delphinen.
 
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