Heute morgen fiel Gaby fast aus dem Bett. Die Gärtner erschienen mit einem Höllengetöse. Und das verd.... früh. Es hörte sich an, als ob sie im Schlafzimmer mähten. Aber die müssen im Zeitraffer gearbeitet haben. Gefühlte drei Minuten später waren sie fertig und zogen wieder ab. Toll, zum wach werden hat es gereicht. OK, stehen wir halt auf. 

Diesmal wollte sie eine andere Route ausprobieren. Immer dieselbe Tour ist ja nicht so wahnsinnig spannend. Sie nahm diesmal die andere Nebenstraße. Da kann man auch einen Kringel laufen, obwohl dies keine Sackgasse ist. Aber das war keine gute Idee. Da war mehr Betrieb als auf einem Highway. Ständig lief sie Gefahr, über den Haufen gefahren zu werden. Dann lieber eine bekannte Strecke laufen. Wenigstens machte sie auch hier eine lustige Beobachtung. Eine der kleinen Eulen saß auf einer Art Brunnen. Ein kleiner brauner Vogel fand das überhaupt nicht lustig. Er machte ein Riesentheater, um die Eule zu verjagen. Aber die interessierte das nicht im geringsten.

Nach dem Frühstück waren alle zu faul, irgendwas zu unternehmen. Ein Teil schlief sogar wieder ein. Bis irgendwann der Poolboy kam. Diesmal gab es an der Wasserqualität aber nix zu meckern. Uschi konnte im Wasser bleiben. Leider kündigte der Poolboy für morgen Regen an. Die Wettervorhersage bestätigte leider seine Ankündigung. Aber erst ab mittags. Mal schauen, was nun wirklich eintritt. Dann wird die Zeit eben nochmal zum Einkaufen genutzt. In den Geschäften regnet es ja schließlich nicht. Aber bis dahin kann man sich ja mal am Pool aalen. 

Immerhin hat Gaby es endlich geschafft, die Fahne von gegenüber zu identifizieren. Das war gar nicht so einfach. Man konnte sie einfach nicht gut genug sehen. Auch ein paar Fotos halfen da nicht viel. Dann fuhr auf einem Supermarktparkplatz ein Auto mit derselben Fahne vorbei. Und da konnte man etwas mehr erkennen. Es ist die Flagge der Marines und zeigt auf rotem Grund eine Weltkugel, einen Adler und einen Anker.

Abends ging es in ein neues Restaurant. Naja Restaurant ist jetzt etwas übertrieben. Aber Ute wollte unbedingt einmal Cajun und Creole probieren. In den Laden würde man in Deutschland keinen Fuß setzen. Von außen wirkte es wie ein reines Liefer- bzw. Abholgeschäft. Drinnen war auch nur wenige Tische. Als der Kellner merkte, daß noch keiner Erfahrung mit dieser Art Essen hatte, erklärte er es erst einmal ausführlich. Diese Art der Küche kann nämlich verd.... scharf sein. Und jeder nahm etwas anderes. H-P eine Art Baguette mit Pommes, Uschi ein Gumbo (eine Art Eintopf), Gaby ein Reisgericht mit Flußkrebsen. Ute war sehr mutig. Sie nahm einen Burger, bei dem in Großbuchstaben VERY HOT stand. Und so war es auch. Ihr lief schnell die Nase und ihr Gesicht rötete sich doch. Aber sie stand es tapfer durch. Gabys war auch nicht gerade von Pappe, aber lange nicht so scharf. Als Nachtisch gab es eine wahre Kalorienbombe. Bananen mit Vanilleeis, Karamellsirup und etlichen Sorten Alkohol. Das ganze dann flambiert. Morgen gibt es nix mehr zu essen.

Auf dem Rückweg mußte H-P an einer roten Rechtsabbiegerampel halten. Das ist hier selten, da man hier normalerweise immer bei rot abbiegen darf. Jedenfalls konnte die Tante hinter ihm das überhaupt nicht verstehen. Wie kann man nur an einer roten Ampel halten ? Sie hupte wie wild. H-P ignorierte sie. Dann sah er, daß sie so klein war, daß sie kaum übers Lenkrad gucken konnte, geschweige denn die Ampel sehen konnte. Dann darf man halt kein Auto fahren, wenn man die Verkehrsregeln nicht beachtet.
 
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