Hauptsache asiatisch...

Aber eins nach dem anderen. Gestern abend saßen alle noch gemütlich am Pool. Die Nachbarn feierten offensichtlich eine Party. Und die Gesellschaft macht sich schon Gedanken, wenn sie abends Musik raten spielt. Ist auch eine lustige Angelegenheit. Meist H-P spielt ein Lied an und der Rest muß Titel und Interpret erraten. Aber zurück zum Pool. Plötzlich ging nebenan ein Höllenlärm los. Alle fuhren erschrocken zusammen. Die Gäste hatten zwei riesige Motorboote angelassen. Und die Schalldämpfer fehlten anscheinend auch noch. Und so fuhren die lieben Gäste mit lautem Blubbern der Motoren um 23.30 Uhr nach Hause. Es war echt rücksichtslos.

Daher dachte Gaby, sie könne heute morgen ausschlafen. Pustekuchen. Ute war eingefallen, daß die Spülmaschine gestern nicht gelaufen war. Und die schepperte nun fröhlich vor sich hin. Na gut, stehen wir halt auf. Morgens ist es jetzt etwas kühler. Da ist das Laufen angenehmer. Als man Uschi dann auch aus dem Bett gekriegt hatte gab es erstmal Frühstück. Obwohl alle gestern Abend mehr als gut gegessen hatten knurrte bei einzelnen schon wieder der Magen.

Gegen Mittag fuhren Gaby, Ute und H-P noch einmal zu den Miromar-Outlets. H-P hatte noch einen Gutschein für Skechers über 20%, den er Gaby netterweise überlassen wollte. Und sie brauchte sowieso neue Turnschuhe. Sie fand auch tatsächlich welche. Und da Ute auch noch welche fand, schlugen die beiden mit den Prozenten richtig zu. Das Angebot lautet sowieso: Buy one, get the second 50% off. Also wurden Utes Schuhe um 50% reduziert (da sie das billigere Pärchen waren). Dann kamen auf beide Paare noch H-Ps 20% Gutschein. Es lohnte sich also wirklich. Gaby und Ute haben sich die gesamten Prozente dann geteilt.

Auf dem Rückweg fragte H-P, ob noch jemand in den Brass Pro Shop (einen riesigen Angler- und Outdoorladen) wolle. Zu seinem Entsetzen sagten beide Mädels ja. Hätte er mal nicht gefragt. Also stöberten alle in dem Riesenladen rum. H.P unterhielt sich in der Waffenabteilung mit einem der Angestellten. Der erzählte ihm, daß geschätzt mind. die Hälfte der Kunden eine Waffe tragen würde. Sehen tat man jedoch keine einzige. Hier fand jeder etwas. Danach ging es wieder nach Hause.

Gaby stürzte sich direkt in den Pool. Der war sehr angenehm, da es draußen mittlerweile 33° C waren. Sie ließ sich noch ein wenig brutzeln. Abends fuhren alle zu einem japanisch-chinesischen Lokal. Dort waren sie mit ihren Freunden verabredet, die hier lebten. Es war ein lustiger und kulinarisch interessanter Abend. Da es ein Buffet gab konnte man alles durchprobieren. Gaby hielt sich hauptsächlich an das Sushi. Keine Ahnung was sie da alles aß, aber es schmeckte. H-P hielt sich genau wie Ute ausschließlich an das chinesische Buffet. Uschi probierte alles mal. Aber sie fand, daß das chinesische besser schmeckte als das japanische. OK, die Suppe hatte es in sich. Uschi fühlte sich wie Grisu. Sie hätte Feuer spucken können.

Während des Essen kam das Thema auf, wie sich die Paare kennengelernt hatten. Dann fragte die amerikanische Freundin, wie Uschi ihren ersten Mann kennengelernt hatte. Da kamen alle in Erklärungsnotstand. Uschis Mann war damals Schützenkönig und suchte eine Königin für ein Jahr. Nur wie erklärt man einer Amerikanerin, was ein Schützenfest ist. So etwas ist hier völlig unbekannt. Vermutlich hält die Amerikanerin die Schützen nun für verrückt.... Kein Wunder: erwachsene Männer spielen Soldat in Uniformen. Die Gewehre sind nur Attrappen mit einer Blume im Lauf. König wird, wer einen Holzvogel von der Stange schießt. Und alle saufen.

Abends wollte Uschi unbedingt noch einmal ins Wasser gehen. Da sie danach noch trocknen muß sitzt sie jetzt hier im Badeanzug und wartet auf die Mücken .....
 
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