Auch heute morgen bekam Gaby ihre morgendliche Runde. Nur etwas später. 

Der Wecker ging um perverse 4:30 Uhr. Den Rest noch schnell eingepackt. Mann, ist da noch viel Platz im Koffer. Na Bianca, neidisch ? Er wog nur etwa 19 kg. Igitt, ist das unangenehm, wieder eine lange Hose zu tragen. Kennt man ja gar nicht mehr. H-P fuhr Gaby und Uschi zum Fughafen. Auch Ute war aufgestanden um mitzukommen. Kurz vor 5:30 Uhr waren bereits die Koffer aufgegeben. Nun noch in die endlose Schlange an der Fummelkontrolle. Nanu, wo sind die denn alle ? Es war absolut nichts los. Allerdings sagte der Mann vom Rollstuhldienst, daß es vor uns schon brechend voll gewesen wäre.

Aber diesmal erwischte es Uschi. Ihr Rucksack wurde auf den Kopf gestellt. Mist, da hatte sie glatt eine Wasserflasche übersehen. Die kriegte sie natürlich abgenommen. Danach gab es erst einmal Frühstück. Über die Preise reden wir mal lieber nicht. Danach war noch Zeit genug, um auf den Flug zu warten. Und da kam der erste Aufruf, daß der Flug total voll wäre. Es würden 10 Personen gesucht, die bereit waren, ihr niedliches Handgepäck (eher Monstertaschen) aufzugeben. Es haben sich wohl auch genug gefunden.

Dann kam der von Gaby befürchtete zweite Aufruf. Die Maschine war überbucht. Der Zubringerflug nach Newark wurde von United durchgeführt. Und die waren ja in der letzten Zeit mehrfach in den Schlagzeilen wegen radikaler Methoden, überflüssige Passagiere zu entfernen. Es wurden zwei Freiwillige gesucht. Als Entschädigung bot United 400$, ein Frühstück und ein Mittagessen. Der nächste Flug ging um 12:30 Uhr. War das nicht der Flug, bei dem zu wenig Zeit zum Umsteigen blieb ? Also nein danke. Anscheinend fanden sich aber Freiwillige, da der Flieger mit Gaby und Uschi an Bord mehr als pünktlich abhob. Er holte sogar noch Zeit ein, da er bereits gegen 10:30 Uhr in Newark ankam. Der Pilot hatte es wohl wirklich eilig. Er schmiß den Flieger regelrecht auf die Landebahn und bremste dann wie ein Weltmeister.

Und hier kam Gaby zu ihrer morgendliche Runde. Für Uschi war wieder der Rollstuhlservice bestellt. Und der Schieber hatte einen Zahn drauf. Gaby kam kaum hinterher. Diesmal fuhren sie aber mit dem Bus zum anderen Terminal. Auch mal eine Methode. Dort hatten die beiden soviel Aufenthalt, daß sie diese Zeit lieber in einer Lounge verbrachten. Danach mußte Gaby nur noch einen neuen Rollstuhlservice organisieren. Das war gar nicht so einfach, da die Dame dort spanischstämmig war und es daher Kommunikationsproblem gab. Es dauerte eine Zeit bis sie begriff, daß die beiden bereits in der Lounge gewesen waren und jetzt sofort den Service brauchten.

Der Weiterflug verzögerte sich etwas, daß der Flieger ohne die Crew ein Problem mit dem Abheben hatte. Diese kam erst ziemlich spät, so daß das Boarding später erfolgte. Es war ganz ungewohnt, wieder deutsch angesprochen zu werden. Der Flug zurück war relativ ruhig. Gaby hatte wie immer das Glück, daß sie schlafen konnte. Uschi war das leider nicht vergönnt. Der Pilot holte die komplette Verspätung wieder ein und landete sogar ein paar Minuten früher. Diese Landung war wesentlich weicher. Allerdings durfte man sich aussuchen, welche von den beiden man bevorzugte. Er hüpfte nämlich etwas. Gabys Koffer war am Band natürlich der letzte. Dafür ging der Rest wieder flott. Am Zoll war niemand und Taxen stehen immer genügend bereit. Und so trudelten die beiden müde, aber quietschvergnügt wieder zu Hause ein.

Jetzt noch Gabys Koffer auspacken. Uschi wollte ihren erst zu Hause auspacken. Sie fährt Sonntag wieder heim. Danach fuhren die beiden noch den Kühlschrank wieder auffüllen. Und dann ein leckeres Frühstück mit Brötchen. Das Toastbrot hatten beide nach zweieinhalb Wochen ziemlich satt. Ein bißchen müssen die beiden noch durchhalten. Dann können sie ein paar Stunden schlafen. Aber nicht zu lange, damit sie heute Nacht auch noch schlafen können. Morgen ist die Nacht wieder früh zu Ende, da ja dann die beiden anderen kommen. Und die landen genauso früh.
 
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