Die Lightshow von gestern abend gipfelte noch in einem gewaltigen Krachen. Der Blitz hatte irgendwo in der Nähe eingeschlagen. Und rumms war erst einmal der Strom samt Internet & Co. weg. Das passiert hier halt. Ute mußte die meisten der Uhren neu stellen. Zum Glück hat es diesmal nicht die Fernseher erwischt.

Gaby drehte wieder fröhlich ihre morgendliche Runde. Aber diesmal kam ihr ein großer Hund dazwischen. Der ging regelrecht auf sie los. Mit heftigem Gebell schoß er auf sie zu. Gaby blieb lieber mal stehen. Der Hund zum Glück dann auch. Die Besitzerin hatte ihn nicht wirklich im Griff. Sie mußte den Hund anbrüllen, damit er reagierte. Das war aber auch alles was sie tat. Eine Entschuldigung war wohl zu viel verlangt. Aber bis zum Frühstück war der Schreck wieder vergessen. 

Nach dem Frühstück ging es in die Everglades Wonder Gardens. Hier gibt es Reptilien, Vögel und Schmetterlinge zu sehen. H-P brachte die arme Kassiererin völlig durcheinander. Er behauptet ja, daß es an seinem Charisma läge. Sie vergaß eine Person glatt zu berechnen. Das war uns schon einmal im Naples Zoo passiert.

Dann ging es hinein. H-P hatte Futter für die Alligatoren gekauft. Die waren auch wirklich wild auf das Zeug. Erst hatte man sie überhaupt nicht gesehen. Der Tümpel war völlig von Entengrütze überzogen. Aber die vermeintlichen Baumstämme lebten. Die meisten Vögel liefen frei herum. Die Ibisse waren besonders neugierig. Aber auch die Flamingos kannten keine Scheu. Gaby wollte einen fotografieren. Aber der hielt das iPhone für Futter und wollte es haben. Sooo nah wollte sie ihn dann doch nicht haben. Es liefen auch Albino-Pfauen herum, Ohne Farbe sehen die richtig seltsam aus. Es gab aber auch normale Pfauen. Leider war der Herr aber in der Mauser und konnte kein Rad schlagen. 

In einem anderen Gehege hatten sich die Schildkrötenmännchen um das einzige Weibchen gestritten. Der Verlierer blieb auf der Strecke und lag hilflos auf dem Rücken und strampelten mit den Beinen. H-P holte lieber mal einen Angestellten, um das arme Tier rumzudrehen. Wieder auf die Beine gestellt ging er direkt zum Futter und tat sich gütlich. Klein waren die nicht gerade, ca. 60 cm groß. Die Hühner sahen auch teilweise recht seltsam aus. Es waren wohl unterschiedliche Sorten. Eins wirkte wie mit den Füßen in der Steckdose geschlafen. So eine strubbeliges Huhn hatte noch keiner gesehen. In einem anderen Bereich lebten Einsiedlerkrebse. Man wollte ihnen wohl eine Freude machen und hatte ein paar Schneckengehäuse angemalt. Die waren aber auch bewohnt. Sogar eine Albinoschlange konnte man sehen.

Auf dem Rückweg fuhr H-P noch am Strand vorbei. In Bonita Springs ist der Strand noch ziemlich leer. Aber dort stehen jede Menge tolle Häuser.

Später am Nachmittag fuhren Gaby und Ute noch einmal einkaufen. Ute wollte abends kochen und Gaby nach Kleidung schauen. Sie wollte sich u.a. einen Badeanzug kaufen. Der Versuch war echt sagenhaft. Im ersten Badeanzug blieb sie beinah stecken. Die Größen sind hier aber auch unübersichtlich. Mit dem zweiten hätte sie sich fast stranguliert. Der saß so hoch am Hals, daß es wirklich unangenehm war. In den dritten kam sie gut hinein. Er war auch nicht zu kurz. Dafür hätte H-P in die Mitte noch mit reingepaßt. War also nix mit Badeanzug. Es ist ja noch genug Zeit zum Einkaufen. Abends kochte Ute gefüllte Zucchini. Das Wetter grummelte wieder, aber nur kurz. Ein paar Tropfen kamen, aber nicht mehr. Dafür hatte es etwas abgekühlt. Der Himmel hatte eine faszinierende gelbe Farbe. Vielleicht bleibt es heute abend mal trocken.


 
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