Nun ist der große Tag da. Der Flug steht an. Aber für Gaby war die Nacht schon um 4:25 Uhr mehr oder weniger vorbei. Sie wurde von einer SMS geweckt. "Ihr Flug findet leider später statt." Schlafen war danach nicht mehr so gut möglich. Gaby und Uschi waren aber trotzdem zur "normalen" Zeit am Flughafen. Vor dem Schalter war schon eine Schlange. Aber die beiden durften als erste an den VIP-Schalter. Danach brauchten sie nur noch auf den Rollstuhlservice warten. Der brauchte diesmal etwas, da der verspätete Flug einiges durcheinander gewirbelt hatte.

Während die beiden warteten startete auch schon das Unterhaltungsprogramm des Flughafens. Ein Mann baute sich im Wartebereich vor den Sitznachbarn auf und sang aus voller Kehle "Wir lagen vor Madagaskar". Die nächsten Passagiere erhielten "Einer geht noch". Damit war sein Repertoire aber wohl erschöpft. Der Mann war sturzbetrunken, wollte aber in diesem Zustand nach Mallorca fliegen. Ob er mit durfte blieb unklar. 

Der Flug war von kleineren Turbulenzen abgesehen ruhig. Das Essen war so gut wie lange auf keinem Flug mehr. Das Personal war ausgesprochen freundlich. Vom Immigration Officer konnte man das nicht sagen. Uschi wurde am Flugzeug zwar wieder mit dem Rollstuhl abgeholt, aber vor dem Gate geparkt mit der Aussage: "Wir müssen noch warten bis die Maschine leer ist". So lange wollten die beiden aber nicht warten und machten sich selbst auf den Weg.

Da auf dem gesamten Flugfeld nur die Düsseldorfer Maschine stand war an der Immigration keine große Schlange zu erwarten Es standen aber doch schon etliche Passagiere dort. Gaby war das egal. Sie schob den Rollstuhl durch die dafür vorgesehene Bahn und war bereits als zweite dran. Den Passagier davor hatte der Officer schon mit den Worten "Beeilen Sie sich. Ich will Feierabend haben." beschleunigt. Gaby machte er an, daß hinter ihr noch eine lange Schlange stünde.

Aber egal, die beiden waren endlich durch. Auch die Koffer hatten sich beeilt. Sie waren unter den ersten 15. Am Ausgang standen schon H-P und Ute und holten die beiden ab. Im strömenden Regen. Es kam grade ein kräftiges Gewitter runter. Das hatten Gaby und Uschi schon im Landeanflug gesehen. Der wurde nämlich von einem wunderschönen Regenbogen begleitet. Das Haus war wie immer toll. Ein Fernseher war schon ausgetauscht, der zweite soll heute geliefert werden. Ein Blitzeinschlag hatte die beiden erlegt. Der Tag war lang gewesen und man ging früh ins Bett.

Am nächsten Morgen war ein wunderschöner Sonnenaufgang. Der Himmel hatte nur noch ein paar kleine Wölkchen. Gaby schaute sich den Pool und den Kanal nun im Hellen an. Dabei schreckte sie eine ganze Froschpopulation auf. Am Pool leben in einer Abflußrille etliche Minifrösche. Sie sind höchstens zwei Zentimeter groß und hüpften heute morgen wie wild durcheinander, als Gaby vorbeiging. Sobald die Sonne aufgegangen ist verschwinden sie alle wieder in der Abflußrille. Man muß nur aufpassen, daß man abends nicht drauftritt. Die dürfen hier ruhig rumhüpfen, da sie genau wie die kleinen Anolis (kleine Echsen) Insekten fressen.

Nun gibt es aber Frühstück. Mal sehen was der Tag dann noch so bringt.
 
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