Der Tag fing für einige früh an. H-P stand schon zu nachtschlafender Zeit auf, Gaby folgte um 6:15 Uhr. Beide warteten auf den Sonnenaufgang. Als es dann langsam hell wurde drehte Gaby schon mal eine Runde im Pool. Auch mal herrlich, im ruhigen Wasser zu schwimmen. Danach machte sie sich auf den Weg, um nach den Eulen zu sehen. Aber die leben zu dieser Jahreszeit wohl nicht hier. Dafür scheuchte sie sämtliche Hunde der Nachbarschaft auf. Gerade die kleinsten machten den größten Aufstand. Ein großer alter Hund schaute sich das seelenruhig an. Eigentlich hatte Gaby ja einen Triathlon geplant. Aber leider war kein Fahrrad in der Garage. So mußte sie sich mit einer Dusche begnügen.

Nach dem Frühstück war faulenzen angesagt. Doch die himmlische Ruhe wurde durch die Gärtner gestört. Und die machten richtig Krach. Man mußte sich anbrüllen, um noch irgendetwas zu verstehen. Da sie aber zu zweit kamen, war der Spuk schnell vorbei. Selbst unsere drei Alligatoren (die mit den Federn) quakten nicht um die Wette. Gestern hätte man geglaubt, daß sie Megaphone hatten. Das Faulenzen wurde eigentlich nur gelegentliche Runden der Damen im Pool unterbrochen. 

Nachmittags brachen besagte Damen dann noch einmal zum Einkaufen auf, da abends selbst gekocht werden sollte. Sie fuhren zu dem neu eröffneten Aldi. Auf dem Weg dahin konnten sie auch endlich das Problem mit dem Reifen beheben. Jetzt ist die Fehlermeldung erst mal weg. Der amerikanischen Aldi funktioniert zum Unverständnis der einheimischen Bevölkerung genau wie in Deutschland. Man braucht für den Einkaufswagen ein Geldstück. Eine Kundin bot uns ihren Einkaufswagen an. Der Quarter darin interessierte sie nicht, Vermutlich hatte sie ihn eh von einer Kassiererin erhalten. Innen sieht der Aldi genauso aus wie zu Hause. Sogar die gleiche Anordnung der Produkte. Hauptsächlich werden hier natürlichen amerikanische Produkte angeboten. Aber auch einige deutsche wie z.B. Sauerkraut im Glas, Schogetten oder Goldbären. Darauf fahren die Amis voll ab. Das Schlimmste jedoch für die Amerikaner ist, daß er hier weder einen Einpacker noch Plastiktüten gibt. Es hat schon Leute gegeben, die nach dem Einkauf erst mal zum Walmart fuhren, um sich Tüten zu holen.

Als die Damen wieder zurückkamen hatte H-P dem Postboten wohl den Rest seiner Päckchen abgeknöpft. Sagenhafte 5 Päckchen waren angekommen. Ute hatte reichlich bestellt. Nur das von H-P ersehnte Verlängerungskabel für den Kopfhörer war noch nicht dabei. Dann kommt das halt morgen. Utes Koffer ist nun auch weg. Die Müllabfuhr hat ihn schon mitgenommen. Das ist hier wirklich praktisch. Man stellt seinen Sperrmüll einfach zum normalen Müll dazu. 

Nach dem Abendessen wollte Uschi eigentlich noch ein Runde im Pool drehen. Doch da kam der abendliche Besucher. Und sie wollte nur von unten, nicht auch von oben naß werden. Das Gewitter bot eine imposante Lightshow. Immerhin hatte es die Party von gegenüber ins Innere des Hauses gescheucht. Die waren vorher nämlich lautstark zugange.
 
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