Endlich mal ein Abend ohne Kakerlaken. Mücken sind hier zum Glück auch keine. Das ist doch deutlich angenehmer, als sich jeden Abend vorsorglich mit irgendetwas einzusprühen oder einzucremen. Auch Gewitter gab es hier in den letzten Tagen keins. In der Ferne sah man höchstens Wetterleuchten. Nur der Wind und damit das Windspiel sind erhalten geblieben.

Noch vor dem Frühstück (also wie jeden Tag) drehte Gaby ihre Runde. Der Hund hatte wohl Besuch. Die beiden kläfften sich gegenseitig an. Die Arbeiter hatten gestern noch das komplette Dach mit Bahnen fertig bekommen. Ob noch Ziegel o.ä. drauf kommen ist unklar. Sie scheinen aber noch einmal wieder zu kommen, da noch eine Holzpalette da stand.

Nach dem Frühstück fuhren Gaby und Uschi noch einmal rasch zu Bealls. Gaby hatte in der Zeitung einen Coupon mit lohnenswerten Rabatten entdeckt. Und da sie sich sowieso noch eine Hose kaufen wollte lohnte sich das. Die Hose war auch ruckzuck ergattert. Erster Versuch, paßt. Beim Bezahlen wollte Gaby der Kassiererin den Coupon geben. Die meinte nur: der ist aber nicht von uns. Nee konnte er auch nicht. Gaby hatte eine Quittung von MacDonalds erwischt. Der richtige brachte die Hose auf unter den halben Preis.

Nun war gemütliches Abhängen am Pool angesagt. H-P hörte Bundesliga. Gegen Mittag machten sich Gaby und Uschi zum Hafen auf. Uschi wollte sich dort gemütlich niederlassen. Den haben die aber komplett umgebaut. Jetzt hat er drei Kreisverkehre. Fangen die hier auch noch mit dem Murks an. Die beiden suchten sich ein schönes Plätzchen und aßen dort eine Kleinigkeit. Dort war es ziemlich windig. Gaby hatte Angst, daß ihr Salat fliegen ging und hielt ihn sicherheitshalber mit dem Messer fest. Sie saßen direkt an der Hafeneinfahrt. Dadurch war natürlich auch einiges zu sehen. Seltsam war nur, daß sich mehrere Personen auf dem Steg bis auf Badesachen auszogen. Ah, sie wollten Wave Runner fahren. Rund um den Hafen sind noch etliche Grundstücke unbebaut. Wahrscheinlich kann sich die Preise keiner leisten.

Wieder zurück am Pool kamen seltsame Geräusche vom Bootsdeck. Es hörte sich an, als ob ein großer Fisch mit dem Schwanz ins Wasser schlug. Gaby ging nachsehen. Irrtum. Die Flut war heute so hoch, daß das Wasser von unten an die Uferbefestigung schwappte. H-P und Ute fuhren später noch einmal fürs Abendessen einkaufen. Dabei trafen sie dort eine Frau mit einem alten Chevrolet Impala aus den 50ern. Ihr Mann hatte ihn ihr vor wenigen Wochen geschenkt. Ein tolles Auto. Die Frau klagte nur, daß seitdem alles dreimal so lange dauere. Ständig kämen Leute und fragten sie nach dem Wagen oder wollten Fotos machen.

Nach dem Abendessen gingen Gaby und Uschi noch ein kleines Stück. Aber nicht Richtung Ausfahrt, sondern Richtung Sackgassenende. Gaby und H-P hatten ganz am Anfang des Urlaubs ein Haus entdeckt, das schon für Halloween geschmückt war. Doch weder Gaby noch H-P konnten es danach wiederfinden, um noch mal Fotos zu machen. Beide dachten schon, daß der Besitzer wieder alles weggeräumt hatte. Doch das Haus war nicht auf Gabys Runde, wie beide dachten, sondern am Ende der Sackgasse. Also praktisch schräg gegenüber. So kam Gaby doch noch zu ihren Fotos.

Als Gaby und Uschi danach wieder am Pool saßen war plötzlich Musik zu hören. Sie wurde langsam lauter. Ein Boot kam den Kanal entlang. Als sie auf der Höhe des Hauses waren winkte Gaby den Insassen zu. Mit einem völlig verblüffenden Effekt. Gaby wollte einfach nett sein. Die Besatzung merkte aber erst da, daß dort Leute saßen und entschuldigte sich sofort für die laute Musik. Sie blieben kurze Zeit vor dem Dock stehen. Dann kam raus, daß es sie Nachbarn waren. Sie mußten noch einparken. Jetzt sind die Nachbarn an ihrem Haus und hören dort Musik. Aber der Musikgeschmack ist ganz gut.

 
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