Gerade als Gaby gestern ins Bett gehen wollte, sah sie schon wieder einen ungebeten Gast. Es kam wohl der Partner der Kakerlake von vorgestern vorbei, um zu sehen wo der andere blieb. Das war aber schnell ausgestanden. Ein beherzter Hieb mit dem Handfeger und sie blieb ganz brav auf der Kehrschaufel liegen. Und raus damit. Leider sind die Frösche keine Option, diese Biester abzuhalten. Da kann man nur hoffen, daß es die letzte war. Pustekuchen. Als Gaby sich im Bad fürs Bett fertig machen wollte, huschte plötzlich ein Schatten weg. Nein ! Nicht auch noch so ein Vieh drinnen. Leider doch. Also nehmen wir die bewährte Methode mit dem Handfeger. Aber die Kakerlake wollte nicht mitspielen. Sie hatte sich verkrümelt. Mittlerweile kam auch Ute angetrabt, um zu helfen. 

Wo war das Mistvieh ? Ah, neben der Seifenschale. Da kann man ja nicht draufhauen. Also erst die Seifenschale wegstellen. Das nutzte die Kakerlake, um zu entkommen. Sie sprang mit einem Satz in eine kleine Tapetenrolle, die neben dem Waschbecken stand. Ute schüttelte sie raus. Nun fiel die Kakerlake in die Badewanne. Da kann man schön draufhauen. Das tat Gaby auch. Und bevor sie das Kehrblech holen konnte, hatte Ute die Kakerlake mit einem durchsichtigen Becher festgesetzt. Die Kakerlake fand das gar nicht lustig und randalierte in dem Becher. Schnell ein Stück Pappe drunter. So konnte man die Kakerlake bequem zur Tür begleiten. Puh, die war draußen. Als die beiden wieder auf die Terrasse zurückkamen, fragte H-P wo Gaby die gefunden hatte. Am Waschbecken halt. „Oh, so weit hat die sich raus getraut ?“ Es stellte sich heraus, daß H-P dieses Exemplar bereits am ersten Abend gesehen hatte. Vorsichtshalber hatte er Gaby aber nichts davon erzählt. Fangen wollte er sie nämlich auch nicht. Unverschämtheit, einen zwei Wochen in trauter Gemeinsamkeit mit diesem Vieh leben und vor allem schlafen zu lassen !!

Nachdem Gaby erstaunlicherweise ohne Kakerlaken-Albträume morgens aufwachte, machte sie sich zu ihrer üblichen Runde auf. Mal sehen, wie der Hund heute so drauf ist. Der dürfte heute fast einen Herzinfarkt bekommen haben. Das Haus der Besitzerin muß nämlich neu gedeckt werden. Es schwirrten einige Arbeiter um das Haus herum. Wenn der Hund bei jedem so ausrastet, ist der morgen heiser und hat die Schnauze voll.

Nach dem Frühstück machten sich Gaby, H-P und Ute noch einmal zu einer Shopping-Tour auf. In dem Columbia-Shop in den Miromar-Outlets war nämlich noch einmal ein Sonderverkauf. Uschi hatte keine Lust mitzukommen und blieb lieber am Pool. So fuhren die drei los. Diesmal fand H-P endlich die Jacke, die er suchte. Auch Gaby schnappte sich noch einmal zwei T-Shirts. Die Preise sind bei den Rabatten unterirdisch. Ein T-Shirt kostete original 35 USD. Es war schon auf 27 USD runtergesetzt. Dann gab es noch einmal 60% Rabatt und Ute hatte noch einen Gutschein. Danach kostete ein T-Shirt nur noch 9,20 USD. Und das noch für einen Sonnenschutzstoff. 

Vor dem Geschäft ist ein kleiner Teich mit Fischen und Schildkröten. Die Schildkröten spielten Huckepack. Sie hockten jeweils zu zweit übereinander. Wie sie das geschafft haben ist ein Rätsel. Danach fuhren die drei in einen Outdoor-Laden. Gaby wollte dort nach einer bestimmten Sorte T-Shirts sehen. Aber leider gab es sie nicht. Trotzdem ist der Laden immer einen Rundgang wert mit seinem Wasserfall und den Tieren. Draußen liefen schon wieder Tiere im Huckepack. Zwei Heuschrecken bewegten sich im Doppelpack. Die obere war wohl einfach zu faul zu laufen. Auf dem Rückweg fuhren die drei über eine Straße, die wohl häufig von Deutschen benutzt wird. Dort stehen die Geschwindigkeitsschilder sogar in km/h.

Wieder zurück lagerten fast alle am Pool. H-P schlief drinnen Bundesliga. Bis der Gärtner vom Nachbarn kam. Der schnitt mit mehr Getöse als Können die Hecke. Man sah zwar, daß sie geschnitten war, aber es war krumm und schief. Leider brauchte er dazu ziemlich lange. H-P kam richtig angesäuert an den Pool, weil er geweckt worden war. Da der Lärm ziemlich gleichmäßig war (im Gegensatz zu den Laubbläsern) schaffte Gaby es glatt, auf der Liege einzuschlafen. Zum Glück wachte sie vor „gut durch“ wieder auf.

Abends ging es zu einem neuen Diner. Das Essen war auch sehr gut. Nur die Temperatur lag um den Gefrierpunkt. Wow, das war echt kalt. So kalt, daß selbst Amerikaner eine Jacke anzogen.
 
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